Diakonisches Werk im Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten gGmbH
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13.01.2019

Gemeinsam voneinander lernen - Ausbildung im Cap-Markt mit und ohne Handicap

Bottrop: Luisa Michels ist im ersten Lehrjahr zur Verkäuferin und arbeitet im CAP-Markt in Bottrop-Grafenwald. CAP kommt von Handicap und über das muss die Hälfte der Beschäftigten eines CAP-Marktes verfügen. Augenblicklich arbeiten 21 Beschäftigte im CAP-Markt Grafenwald. Davon hat die Hälfte der Mitarbeitenden ein Ha-dicap, welches ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt verschlechtert hatte. Im CAP-Markt sind die Beschäftigten mit Handicap sozialversicherungspflichtig angestellt und erhalten den gleichen Lohn wie ihre nichtbehinderten Kollegen. Auch Luisa Michels hat ein Handicap. Ein erstes Orientierungspraktikum als Schülerin hatte in ihr den Wunsch geweckt im Cap-Markt zu arbeiten. Zunächst hat sie jedoch eine Ausbildung zur Hauswirtschaftshelferin absolviert, aus Sorge, einer Ausbildung in einem Betrieb auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht gewachsen zu sein. Doch der Wunsch in ihrem Lieblingsladen zu arbeiten war zu stark und so traute sie sich doch an das große Abenteuer und bewarb sich nach einem erneuten mehrwöchigen Praktikum auf die Ausbildungsstelle. Das besondere Integrationskonzept im CAP-Markt unterstützt die junge Auszubildende. Die Kollegen achten darauf, Lousia nicht zu überfordern und üben mit ihr geduldig die fachlichen Ausbildungsinhalte. Die 20Jährige fühlt sich als voll akzeptiert in ihrem Kollegenkreis und zahlt dies mit Freude an der Arbeit und Verlässlichkeit zurück. „Natürlich geht es in einem Supermarkt auch mal hektisch zu, gerade wenn die neue Ware ankommt und schnell in die Regale eingeräumt werden muss. Dennoch nehmen wir uns Zeit für Louisa und machen mit ihr extra Übungen“, so Marktleiterin Sandra Rose. Das gilt im Besonderen für Louisas Ausbildungskollegen Dominik Leng. Er achtet auf seine junge Kollegin und übt zum Beispiel gemeinsam mit ihr Mathe oder andere Fächer, wenn Louisa mit dem Stoff Schwierigkeiten hat. Der 30-Jährige befindet sich bereits in seinem 3. Lehrjahr zum Kaufmann im Einzelhandel. Zusätzlich zu seiner Ausbildung arbeitet er an seiner Zusatzqualifizierung „Handelsassistenz“. Berührungsängste mit den Kollegen mit Handicap hat er nicht. “Am Anfang war ich überrascht, wie normal die Arbeit mit den Kollegen mit Handicap ist. Mit der Zeit vergisst man sogar, welcher Kollege ein Handicap hat und welcher nicht“, so der Azubi. An seinen Kollegen mit Handicap schätzt er besonders ihre hohe Verlässlichkeit und Motivation mit der sie ihre Arbeit machen. Das hatte er in der Vergangenheit schon anders erlebt. Denn der 30jährige hatte bereits eine Ausbildung als Informationselektroniker absolviert

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