Diakonisches Werk im Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten gGmbH
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12.06.2019

Diakonie feiert das 25jährige Jubiläum des Werkhauses II

Bottrop: Seit 25 Jahren bietet das Werkhaus II, ein Arbeitsangebot der Bottroper Werkstätten, Menschen mit psychischer Erkrankung eine Teil-habe an der Arbeitswelt. Nach einer zweijährigen Planungs- und Bauphase nahme die Diakonie 1994 das Werkhaus II, an der Knippenburg 52, auf. Hier entstanden 50 zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Waren zu Beginn die Arbeitsbereiche im Werkhaus II bunt gemischt, hat sich der Standort in den letzten zehn Jahren auf den Fachbereich Elektromontage spezialisiert. Aufbauend auf der Ferti-gung von Verlängerungskabeln wurden die Beschäftigten fortlaufend für komplexere elektrotechnische Fertigungen qualifiziert. Die Aufträge aus Handel und Industrie reichen aktuell von der Montage bis zur Fertigung ganzer Leuchten über Stromschienenfertigung und Steuerkästen bis hin zu anspruchsvollen Lötarbeiten. Die Fertigungstiefe reicht von der Bestellung der Rohwaren, über die entwicklung bis hin zur Abnahmeprüfung und Auslieferung an die Endkunden. Die Konzentration auf den Fertigungsbereich Elektromontage ist nicht nur für Menschen mit psychischen Erkrankungen interessant und so arbeiten seit drei Jahren auch Menschen mit geistigen Behinderungen in dem B-reich. „Die Bottroper Werkstätten hatten schon immer den Anspruch bei den Planungen der beruflichen Teilhabe, die unterschiedlichen beruflichen Vorerfahrungen, Leistungsfähigkeiten, sowie Interessenslagen der Be-schäftigten angemessen zu berücksichtigen. Somit ist es eine besondere Herausforderung für unsere Fachkräfte ein passgenaues Arbeitsangebot anzubieten“, erläutert Arnd Schreiner, Geschäftsbereichsleiter der Bottroper Werkstätten, zu denen das Angebot der Werkhäuser gehört. Zu den passgenauen Angeboten gehört auch eine passgenaue Arbeitsplatzgestaltung. Hier nutzen die Bottroper Werkstätten zunehmend die Möglichkeiten, die digitale Techniken bieten. So werden zukünftig auch im Werkhaus II Hilfs- und Assistenzsysteme wie „Amboss 3D“ eingesetzt. Diese Hilfssysteme machen es möglich, dass Beschäftigte komplexere Arbeitsabläufe beherrschen können, als es ihnen ohne diese Unterstüt-zung möglich wäre. Bei der Erprobung der Assistenzsysteme und weiterer Vorrichtungen bewährt sich die Zusammenarbeit der Bottroper Werkstät-ten mit der Hochschule Ruhr-West im Projekt „Emscher-Lippe^4. „Diese Systeme unterstützen zum einen bei der Auftragsbearbeitung und sind zum anderen qualitätssichernd. Diese Entwicklung ist wichtig, um auch in der Zukunft den Herausforderungen in der Begleitung von Menschen mit unterschiedlichen Assistenzbedarfen bei gleichzeitig stetig steigenden Ansprüchen aus der Industrie gewachsen zu sein“, ergänzt Michael Kahnert, Betriebsleiter der drei Werkhäuser und des Rotthoffs.

Termine

22.09.2019
11:00 - 18:00
23.11.2019
14:00 - 19:00