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Eine freundliche Frau blättert während Ihrer Präsentation einen Flipchart um. wkpd9637.jpg Eine freundliche Frau blättert während Ihrer Präsentation einen Flipchart um. wkpd9637.jpg

Wir unternehmen Diakonie - mit Profil

Das Diakonische Werk Gladbeck-Bottrop- Dorsten arbeitet im Auftrag des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop- Dorsten.

Wir nehmen stellvertretend für den Kirchenkreis und seine Gemeinden diakonische Aufgaben wahr.

Wir stehen mit dem Kirchenkreis und seinen Gemeinden in vielfältiger Verbindung.

Wir sind in unserer Arbeit dem Gebot der Wirtschaftlichkeit, Fachlichkeit und dem diakonischen Profil verpflichtet.

Ehrenamtlicher Besuchsdienst – ein lohnenswerter Kontakt

Es ist Donnerstag. Zwei Bewohnerinnen sitzen schon seit geraumer Zeit im Eingangsbereich des Hauses und warten – denn sie wissen: Donnerstags kommen sehr engagierte Damen der Gemein- de ins Seniorenzentrum, um Bewohnerinnen und Bewohnern einen Besuch abzustatten. Ehrenamtliche bereichern unsere Einrichtung durch Begegnungen und Austausch – kontinuierlich, aktiv und umsorgend. Der Besuchsdienst besteht seit über 20 Jahren. Im Laufe der Zeit mit wech- selnden Ehrenamtlichen, aus der Gemeinde heraus, begleitet von allen Entwicklungen der letzten Jahre: Kirchen wurden geschlossen, Gemeinden neu zusammengeführt, aktiv enga- gierte Menschen mussten sich neu finden. Ein innerer Sturm bei rückläufigen Gemeindemit- gliedszahlen. Umso bedeut- samer ist die gute Begleitung unseres Besuchsdienstes. Endlich ist es so weit: Der Besuch ist da. „Kommen Sie gleich zu mir?“, fragt eine Bewohnerin – und erhält ein fröhliches „Natürlich, ich freue mich schon“ zurück. Die Eh- renamtliche Frau M. gehört zu den Gründungsmitgliederinnen der Runde. Sie ist mittlerweile

88 Jahre alt und hat kaum eine Woche gefehlt. Warum sie sich so einsetzt? „Vor vielen Jahren ging es mir sehr schlecht und ich wusste keinen richtigen Ausweg mehr. In dieser Zeit habe ich große Zuwendung durch die damalige Gemeinde erfahren. Das hat mir sehr geholfen und meinem Leben eine Wendung gegeben. Davon möchte ich den Men- schen etwas zurückgeben, die es wünschen und benötigen.“ Frau M. ergänzt: „Und es kommt so viel zurück – ein Lächeln, beruhigte Blicke von Bewohnern, die sich nicht mehr äußern können, der Austausch über Geschehnisse in der Gemein- de und vieles mehr“sagt Frau M. Sicherlich ist Frau M. mit ihrer Einstellung eine Ausnah- me. Doch immer wieder finden sich Ehrenamtliche, die sich über einen gewissen Zeitraum dem Besuchsdienst anschlie- ßen. Sie werden vom Haus begleitet und in ihrer Tätigkeit unterstützt. Ein Gewinn für alle Beteiligten. Ehrenamtlicher Besuchs- dienst – ein aussterbendes Modell? Wir hoffen, nicht. Manchmal sind sie der einzige Kontakt außerhalb des Hauses. Es lohnt sich, Zeit, Kraft und Geld in ehrenamtliche Arbeit zu investieren.